Hüttentagebuch #3: Achtung: Alkohol-Alarm!

Ereignis des Tages: Sophie macht zum ersten Mal alleine Käseknöpfle und probiert Schnaps! Sie fand ihn grauenvoll.   Wetter ist neblig und kalt, deswegen: Sauna, lesen und schlafen! 17:00: Auch Sophie will sich hinlegen. 17:05: Anne und Renate beginnen „Wüds Wossa“ von den Seern zu singen, Britta versucht zu filmen. Es scheint nicht so recht zu funktionieren. Alkoholstand seit Ankunft: 7 Flaschen Sekt, 2 Flaschen Schnaps, ein paar Bier Alkoholstand heute: 3 Flaschen Sekt (in progress), fast eine Flasche Schnaps Sophie versucht es zu ignorieren indem sie liest. 18:20: Sie hören auf „Wüds Wossa“ zu singen, anscheinend haben sie ein … Hüttentagebuch #3: Achtung: Alkohol-Alarm! weiterlesen

Schreibtipp #4: Warum eigentlich zum Schriftsteller? -Die wichtigste Regel der Schreiber

Ja, gute Frage, warum zum Schreiber, wenn man doch einfach in einer mainstream-Firma 24/7 arbeiten und als Normal-Verdiener ein nettes Leben führen kann? Warum sich erst den Kopf zerbrechen, ob man überhaupt einen Verlag findet und warum dann damit kein Geld verdienen können, wo man so viel Zeit und Liebe in jedes Buch gesteckt hat? Es gibt tausende Autoren auf der Welt.  Man kann keine zweite JK Rowling oder kein zweiter Tolkien werden. Alle Fantasiereserven sind doch ausgeschöpft. Du bist nur eine/r von Millionen Menschen, die hoffen, mit Schreiben ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Also warum zum Schriftsteller, es hat … Schreibtipp #4: Warum eigentlich zum Schriftsteller? -Die wichtigste Regel der Schreiber weiterlesen

Theaterkater – Der Morgen danach: Becketts Endspiel

Wache auf. Neun Uhr dreißig. Für meine Verhältnisse spät. Stöhne, tappse im verkehrt herum angezogenen Pyjama durch die Küche, auf der Suche nach dem Wasserhahn. Dabei war ich gestern doch vorbildlich, habe nicht zu tief in die Flasche, nein, sondern nur zu lange auf die Bühne geblickt; leide heute nun an dem, was ich einen Theaterkater nenne. Statt Alkohol-bedingtem Kopfschmerz schmerzen mir die Finger vom Interpretationen-Googeln; statt mir übergibt sich mein Hirn – nicht, weil ich versuche, auszurechnen, beim wievielten Glas ich gestern eigentlich hätte aufhören sollen, sondern weil es nicht aufhört, zu denken, zu reden, schreiben zu wollen über … Theaterkater – Der Morgen danach: Becketts Endspiel weiterlesen

Zwischen Eierschwammerln und guter Bergluft

Ich sitze mittwochmittags auf dem gemütlichen Sofa unserer kleinen Berghütte, mitten im Nirgendwo in Oberkärnten, in welcher meine Familie eine Woche lang haust und schreibe selig meine Geschichte, als von draußen ein Ruf ertönt. Wenige Minuten später taucht das Gesicht des Besitzers der Hütte am Fenster auf und fordert meine Schwestern und mich zum Pilze sammeln auf. Meine flehenden Blicke werden von meiner Familie demonstrativ ignoriert, sodass  ich dazu verdammt bin, mit zu trotten. Nicht einmal fünf Minuten später wird uns erklärt, wie man richtig Eierschwammerl klaubt. Der anfangs überkommende Unmut über die eiergelben Pilze schlägt in die „Ist-ja-auch-egal-ich-muss-so-oder-so“-Einstellung um … Zwischen Eierschwammerln und guter Bergluft weiterlesen

Entschuldigung, wie komme ich zum Bücherfriedhof?

– eine kafkaeske Reiseerfahrung Prag. 23. Juli. Bei sommerlichen 28 Grad Celsius strömen Touristen durch die Straßen, schauen sich an, was sehenswürdig ist, verstopfen, was man nicht verstopfen sollte. Mit Rucksäcken, Regenschirmen, Reiseführern drängen sie sich durch die Masse, die sie selber bilden. Ein Teil dieser Masse bin auch ich, die, genauso wie gefühlte einundertsiebunddreißigtausendundzwölf (wunderbare Zahl, nicht?) andere Weltbewohner auf die Idee gekommen ist, an einem Juliwochenende die Stadt der hundert Türme zu besichtigen.  Auf den Spuren Kafkas, der, woran mich das smarte Phone in meiner Tasche gerne erinnert, hier im Jahre 1883 als Sohn eines jüdischen Elternpaars geboren … Entschuldigung, wie komme ich zum Bücherfriedhof? weiterlesen

Schreibtipp #1: Keine Angst vor schlechten Texten.

Wir kennen es doch alle: Leere Seiten, offene und bald wieder geschlossene Word-Dokumente. Druck, etwas zu schreiben, aber kein Anfang, kein Ende, keine Idee, dafür das Wissen, dass dringend eine her muss, eine brilliante sogar, man will ja schließlich nichts Gutes, nein, man möchte etwas Ausgezeichnetes schreiben. Kugelschreiber werden auf und wieder zu geschraubt, Finger trommeln auf der Tischkante im Rhythmus des Liedes vor dem wir uns alle fürchten: „Schreibblockade, Schreibblockade.“ Witzig aber wahr, so sehr wir solche Hirnhemmungen auch hassen – meistens reden wir sie uns selber ein. Am allerliebsten natürlich, wenn der Abgabetermin für die Seminararbeit oder der … Schreibtipp #1: Keine Angst vor schlechten Texten. weiterlesen