Genug ist genug. Aber wann kommt das? (Vom Leben und Leiden eines Harry-Potter-Fans.)

Ich streichle meinen Zauberstab und seufze. Wolf Haas würde sagen, „jetzt ist schon wieder was passiert“. Ich frage lieber, „hat die Rowling nicht langsam schon genug Geld verdient?“
Als langjähriger Harry-Potter-Fan und Möchtegern-Luxus-Puppe habe ich mich lange, lange Zeit zurückgehalten, die scheinbar unaufhaltsame Ausbreitung des Zauberer-Universums kritisch zu betrachten. Doch zum wer-weiß-wie-viel-tem Jubiläum von wer-weiß-schon-welchem Buch oder Film hatten Joanne Kathleen und Co. eine brandneue Marketing-Idee: Eine Neuauflage der sieben Romane. Das besondere daran: Jedes der Bücher gibt es in vier verschiedenen Farben, nämlich rot, gelb, blau und grün, passend zu den vier Häusern, in die die Zauberer-Schule Hogwarts unterteilt ist.

Und das bedeutet: Von jedem Buch gibt es vier Versionen. Der angebliche Sinn dahinter: Jeder sogenannte Potterhead kann das Buch „seines“ oder „ihres“ Hauses erwerben. Die ersten Seiten befassen sich ausführlich mit der Geschichte des jeweiligen Hauses. Der wohl tatsächliche Sinn dahinter: Jeder sogenannte Potterhead kann weitere 28 (sieben mal vier) Bücher von J.K. Rowling erwerben, ohne sich dabei schlecht zu fühlen und ohne, dass Rowling etwas Neues schreiben müsste. Denn wahre Potterheads müssen die Reihe doch in allen vier Farben „sammeln“. Und zugegeben, hübsch sind die neuen Bücher ja schon.

Und faszinierend ist es auch, wie unendlich populär die Harry-Potter-Reihe auch zwanzig Jahre nach ihrer Veröffentlichung ist. Andererseits blicken wir neben sieben Büchern und acht Filmen schon auf die Produktion von

Kleidung, Einrichtung, Accessoires, Spielsachen, Ver-kleidungen, Süßigkeiten, Haushaltsgeräten, Hörbüchern, Spin-Off-Büchern, Spin-Off-Filmen, einem Theaterstück, einer Website, Video- und Computerspielen

und die Errichtung von mehreren Vergnügungsparks zurück. Des Weiteren werden immer wieder Harry Potter Partys, -Bälle, -Reisen etc. organisiert.

Das alles passiert immer noch. Zwanzig Jahre nach Veröffentlichung des ersten Buchs.

Verliere nur ich langsam den Spaß, oder sollte Rowling wirklich den altbekannten Abreiß-Kalender-Ratschlag bedenken: Höre dann auf, wenn es am Besten ist.

Irgendwie wirkt das Motto „Alles bloß für die geliebten Fans“ nicht auf ewig glaubwürdig. Wenn man sich einmal an einen Milliardärs-Lebenstil gewöhnt hat, will man wohl nicht, dass der Geld-Fluss abreißt.

Was meint ihr?

Tolle Sache oder touch too much?

Freue mich auf die Diskussion. 🙂

– Susi

 

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Ein Gedanke zu “Genug ist genug. Aber wann kommt das? (Vom Leben und Leiden eines Harry-Potter-Fans.)

  1. Wie? Noch keiner hat dich angesprungen? Wie sagt mein Mann das so gerne? Dich in Schokolade getunkt und den Kopf abgebissen? Hihihi.
    Ich bin nicht mit HP aufgewachsen und habe den ganzen Hype nur am Rand mitbekommen. Wahrscheinlich hätte ich ihn nie gelesen, wenn eine Kommilitonin ihn mir nicht ausgeliehen hätte. Vielleicht betrachte ich das ganze auch viel nüchterner. Ich finde es schon lange übertrieben. Die Schmuckausgaben – sie sind hübsch – aber das ist schon pure Geldmacherei. Dann jetzt die Drehbücher, die jetzt auf einmal als Buch verkauft werden. (Tierwesen).
    Ich finde auch – es sollte wirklich schluss sein. Absolut übertrieben.
    Wobei ich noch nicht mal J. K. die Schuld gebe, denn sie brauch bestimmt kein Geld mehr, die lebt von ihren Zinsen – es sind die Verlage und ihre Marketingleute, die den Hals nicht voll genug kriegen.
    Liebe Grüsse

    Gefällt 1 Person

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