Weltfrauentag

Heute, 8. März 2017, ist Weltfrauentag. Heute, vor mehr als 100 Jahren, gingen Frauen auf die Straße, um für sich zu kämpfen. Für ihr Wahlrecht, für die Emanzipation der Arbeiterinnen, für Gleichberechtigung.

Ich persönlich finde, es hat sich viel verändert. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert wurde in Österreich das Wahlrecht für Frauen etabliert, in der zweiten Hälfte gab es die erste weibliche Sozialministerin, Abtreibung bis zum dritten Monat wurde straffrei, durch die Familienrechtsreform dürfen nun Frauen ohne Einwilligung ihres Mannes arbeiten gehen, über den Wohnsitz mitentscheiden und den Familiennamen aussuchen, eine Sozialreform für Mütter wurde eingesetzt, Vergewaltigung oder geschlechtliche Nötigung in der Ehe oder Lebensgemeinschaft wurde strafbar gemacht und das Gleichbehandlungsgesetz trat in Kraft, um ein paar der Errungenschaften zu nennen. (Quelle: Kurier: https://www.google.at/amp/s/m.kurier.at/amp/politik/meilensteine-fuer-frauen-in-oesterreich/822.591)

Es ist viel passiert. Trotzdem gibt es noch viele Unterschiede zwischen Mann und Frau, und dabei rede ich nicht im anatomischen Sinne. Männer verdienen immer noch mehr für die selbe Arbeit. Auch Rassismus spielt hierbei eine große Rolle. Aber ich finde vor allem bemerkt man Unterschiede in der Behandlung der Geschlechter. Wenn Männer Make-up tragen würden, wäre es eine Entwürdigung und eine Herabsetzung, denn dadurch verweiblichen sie sich anscheinend. Wenn ein Mann betrunken ist und eine Frau belästigt, so ist es „doch nicht seine Schuld, er kann ja seine Instinkte nicht mehr kontrollieren“ während die betroffene, auch betrunkene Frau, mit den Worten „Was hast du denn erwartet, wenn du dich so betrinkst?“ konfrontiert wird. Alles in unserer Welt wird zu einem Geschlecht zugeteilt, Duschgel, Kleidung, Spielzeug, wir stecken uns in Boxen und haben keine Ahnung, wie wir wieder herauskommen sollen. Deswegen bewundere ich nicht nur starke Frauen am Weltfrauentag, die sich in der Politik und Technik und allen möglichen anderen Bereichen durchgeschlagen haben, sondern auch Männer, die zum Beispiel Make-Up Branchen führen und es auch tragen. Ich bewundere all die Geschlechter, die in unserer heutigen Zeit noch ignoriert und unterdrückt werden. 

Heute hoffe ich, dass eines Tages das Geschlecht keine Rolle mehr bei der Behandlung eines Menschen spielen wird, dass der Wert eines Menschen nicht mehr vom Geschlecht abhängig sein wird und dass Geschlecht keine Einschränkung sondern ein Attribut unserer Person sein wird. 

Bis dahin: Meine verbündeten Schwestern aus aller Welt, hört nicht auf zu kämpfen und euch durchzusetzen! Wir gehören in diese Welt genau wie jede andere Person und egal ob wir weiblich, attraktiv, nett, schüchtern, stark, treu, liebenswert, verwundbar, tough, kitzlig, sturköpfig, bodenständig oder naiv sind- wir dürfen Respekt einfordern.
– Sophie H.

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