Und es begab sich… – Die 5 schönsten Weihnachtsfiguren

Es gibt keine Zeit, zu der Bücher und Geschichten eine größere Rolle spielen, als zu Weihnachten. Und so gut wir Christkind, Weihnachtsmann und Co. auch zu kennen glauben, können wir doch alle wieder von ihnen lernen. Hier 5 literarische Charaktere und ihre Bedeutung als Freunde, Helfer und Vorbilder.

1. Ebenezer Scrooge (A Christmas Carol. Charles Dickens. 1843.)

Der Mut zum Neuanfang.

Scrooge, ein einsamer Geschäftsmann, ist der Inbegriff von vorweihnachtlichem Hass. Der verbitterte Alte wirft nicht nur Sternsinger und Spendensammler, sondern auch seine eigene Verwandtschaft aus seinem Geschäft, um Weihnachtswünschen zu entgehen. Nachdem ihm in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember drei Geister erscheinen und ihm zeigen, wie Scrooge enden könnte, sollte er seine menschenverachtende Grundeinstellung nicht ändern, wacht er am nächsten Morgen geläutert auf. Er spendet an die Armen, kauft seinem Angstellten den größten Truthahn der Stadt und feiert Weihnachten mit seiner Familie. Scrooge springt zu Weihnachten über einen der größten Schatten, die uns Menschen verfolgen: Er gesteht sich seine Fehler ein, entschuldigt sich bei seinen Mitmenschen und erlaubt eine grundlegende Veränderung seines Charakters zum Besseren.

Sterntaler-Mädchen (Sterntaler. Gebrüder Grimm. 1810.)

Was wir von unserer Großzügigkeit haben.

Ein deutscher Klassiker. Das Waisenkind geht in die kalte Welt hinaus, verschenkt sein letztes Stück Brot, seine Mütze und schrittweise seine gesamte Kleidung, bis es nackt unter freiem Himmel steht. Doch dann fallen die Sterne von oben als silberne Taler herab und das Mädchen ist einem Kleid aus „feinstem Linnen“ bekleidet, in dem es die Münzen aufsammelt. Mit dieser Geschichte beschreiben die Gebrüder Grimm das, was im östlichen Raum als „Karma“ bekannt ist: Wer Gutes tut, dem passiert auch Gutes. Vielleicht nicht immer sofort. Ziemlich sicher nicht auf die gleiche Weise. Genauso kann ja auch nicht jeder gleichviel geben, gleichviel spenden, gleichviel vewirken. Doch es ist nicht die Menge, sondern der Gedanke und der Wille, der zählt. Und wer Gutes will, dem werden auch andere das Beste wollen.

Die Whos (How the Grinchttps://wordpress.com/post/buchstapelsalat.wordpress.com/1553h Stole Christmas. Dr. Suess. 1957.)

Was Weihnachten wirklich bedeutet.

Ein grünes, verbittertes Monster wohnt auf einem Berg über Whoville, einer Stadt, in der die Whos leben. Die Whos lieben Weihnachten, doch das Monster, der Grinch, hat die fröhlichen Wesen satt und möchte Weihnachten „stehlen“. Als Weihnachtsmann verkleidet bricht er deshalb in die Häuser der Whos ein und nimmt sich alles Weihnachtliche – vom Baum über die Kerzen bis hin zu den Geschenken. Am nächsten Morgen wacht der Grinch auf und freut sich darauf, die Whos weinen und trauern zu sehen. Stattdessen aber versammelt sich die ganze Stadt am verschneiten Hauptplatz und singt gemeinsam Weihnachtslieder. Das Herz des Grinch wird erweicht – und wächst sogar! Die Whos wissen, dass Geschenke zu Weihnachten zwar nette gesten, aber bei Weitem nicht alles sind. Sie feiern ihre Gemeinschaft und das Leben, auch ohne Schmuck, ohne Festtagsbraten, aber in jedem Fall miteinander.

George Bailey (nach: The Greatest Gift. Philip van Doren Stern./Film It’s A Wonderful Life. Regie: Frank Capra. 1946.)

Kein Mensch ist arm, solange er Freunde hat.

Wir werden nie zur Gänze wissen, wie wichtig wir für diese Welt sind.

Der sozial engagierte und allseits beliebte Amerikaner George Bailey verliert am Weihnachtsabend aufgrund einer Reihe unglücklicher Ereignisse seinen Lebensmut, da er glaubt, mit seiner Firma vorm Bankrott zu stehen. Er möchte sich gerade von einer Brücke stürzen, als der Engel Clarence in Erscheinung tritt und George Bailey den Zustand zeigt, in dem seine Heimatstadt wäre, wenn Bailey nie geboren worden wäre: Sein Bruder ist tot, sein erster Arbeitgeber im Gefängnis, wie , seine Ehefrau eine alte Jungfer. Bailey erkennt, wie wichtig er für die Menschen in seinem Leben ist und kehrt glücklich zu seiner Familie nachhause. Während seiner Abwesenheit hat die ganze Stadt ihr Geld zusammengelegt, um Baileys Firma zu retten. Er lernt im Laufe der Geschichte nicht nur, dass nichts verloren ist, solange noch andere Menschen zu einem halten; er erfährt auch, gemeinsam mit Leser und Zuseher, das wir nie erkennen werden, welchen Einfluss und welche Wirkung wir wirklich auf unsere Nächsten haben – und wie wichtig wir ihnen sind.

Jesus (Die Bibel.)

Geht hinaus und liebt einander.

Egal ob und welcher Religion wir angehören – Jesus ist zweifellos eine Figur in der Menschheitsgeschichte, der jeder etwas abgewinnen kann und sollte. Er lebt seine Botschaft und fürchtet dabei nicht einmal den eigenen Tod: Liebt euren Nächsten wie euch selbst. Egal wie mühsam und aufreibend das Leben ist, egal wie viele Pflichten wir zu erfüllen haben, ist das doch die wichtigste von allen. Denn Dinge, Gegenstände sind vergänglich, Geschenke werden langweilig, Weihnachtskekse verschwinden und Christbaumnadeln fallen zu Boden. Aber die Menschen bleiben. Sie bleiben für immer.

 

In diesem Sinne

wünschen wir euch

Frohe Weihnachten!

-susanneschmalwieser-

 

 

 

 

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