Schreibtipp #7- Der allerletzte Schliff- Das Bearbeiten von Texten

Jeder, der schon einmal einen Text jeglicher Art verfasst hat, kennt es: Man hat einen Text vor sich, der ziemlich fertig scheint, traut sich aber nicht, ihm den letzte Schliff zu geben. Er könnte ja noch schlechter werden… was, wenn der Inhalt dann nicht richtig rübergebracht wird … und und und.

Deshalb hier einige Tipps, die helfen können, einen unvollständigen Text richtig zu bearbeiten.

 

  • Erstmals in aller Ruhe… am besten alleine, also nimm dir die Zeit, die du auch brauchst. Wenn du keine Deadline hast, dann lies den Text so oft wie möglich durch. Lösche nicht gleich alle unschönen Stellen, die dir ins Auge springen, am besten ist es, wenn du diese einfach in einer auffallenden Farbe markierst.

Solltest du aber unter Strom stehen, plane eine gewisse Zeit in deiner Pendenzliste ein oder stell das Bearbeiten hinter den „wichtigeren“ Dingen. So kannst du dich, wenn du mit all deinen Sachen fertig bist, in Ruhe deinem Text widmen.

 

  • Laut lesen hilft meistens mehr, als man zunächst glaub. Egal wem- deiner Schwester, deinem Hund oder einfach deinem Spiegel, trage ihn laut vor. So bekommst du automatisch eine gewisse Sicherheit und merkst auch schneller, über welchen Satz du stolperst oder wo die Grammatik noch ein wenig harkt.

 

 

  • So wichtig es auch ist, den Text alleine durchzulesen, ist es ebenfalls wichtig, sich auch helfen zu lassen. Und dieses Feedback auch anzunehmen. Nicht jede Kritik ist nett formuliert und ausgeschmückt, manchmal wird man mit der harten Wahrheit konfrontiert.

Nimm es an. Nimm es an, aber nicht persönlich, denn keine Kritik erzählt etwas über deinen Charakter oder deine Persönlichkeit. Nur, dass diese Stelle eben nicht gut beschrieben war. Oder die Metapher schlecht ausgedrückt.

Denn die Menschen, die du bittest, werden dir helfen (sonst hättest du sie ja nicht gefragt, wenn du ihr Urteilsvermögen nicht traust, richtig? ;D)

 

  • Aber nimm dich selbst nicht so hart ran. Das ist wichtig, sehr sogar. Es hat nämlich absolut keinen Sinn, wenn du deinen Text, in welchen du so viel Schweiß, Blut und Zeit investiert hast, jetzt, gegen Ende hin, zunichtemachst. Der Text, den du vor paar Monaten geschrieben hast, hat dir damals gefallen, oder nicht? (Obwohl ich zugeben muss, dass man das, was man früher auf’s Papier gebracht hat, im Nachhinein nicht immer begrüßt- eines Morgens wachte ich auf, auf meinem Schreibtisch ein Blatt, auf welchem ein leicht irritierend verstörender Text stand, welchen ich mitten in der Nacht verfasste…)

Du kannst den ganzen Absatz verändern, aber es ist nicht immer notwendig, das komplette Skript umzuschreiben.

 

  • Sei stolz auf dich. Du hast es so weit geschafft, du kannst jetzt nicht einfach umdrehen. Klopf dir auf die Schulter, das vor dir ist dein Text und du sollst mit der fertigen Bearbeitung zufrieden sein. Das ist das Allerwichtigste. Also sporn dich an, motivier dich, denn irgendwann, in naher Zukunft, bist du fertig.

Und egal, ob dein Ziel ein Wettbewerb, eine Veröffentlichung oder einfach nur ein perfekter Deutsch-Aufsatz ist: der Text, den du fertig in deinen Händen haltest, soll dich selbst glücklich machen.

 

Ich hoffe, ich konnte einigen von euch helfen! 😀

 

Alles Liebe,

Berni S.

 

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2 Gedanken zu “Schreibtipp #7- Der allerletzte Schliff- Das Bearbeiten von Texten

  1. Ganz oft hab ich das Problem, das du beschrieben hast. Texte einfach weglegen und vergessen, aber seit kurzem versuche ich, alles was ich geschrieben habe zuerst meinem Freund vorzulesen, das hilft mehr sehr. Das laute Lesen dient mir dazu, die Sprache nochmal ein bisschen zu verbessern und er gibt mir Tipps und Ideen, auf die ich gar nicht kommen würde. Ich habe jetzt beschlossen, einen Text ein paar Tage liegen zu lassen und -bevor er in Vergessenheit geraten kann- ihn zu bearbeiten. Finde die Tipps richtig hilfreich, dankeschön! ☺

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