Unnötig/Innen? Vom Kampf ums Gendern.

Abgedroschen, ich weiß. Überdiskutiert. Unnötig. Aber trotzdem noch Thema. Thema bei der Schularbeit, Thema in jedem Geschäftsbrief, jedem Online-Post. Thema im Karbarett. Quelle für Satiriker. Ja, in Wahrheit werden Binnen-I und Co. ja fast öfter durch den metaphorischen Kakao gezogen, als man sie benutzt. Man fühlt sich erwachsen, vernünftig, humorvoll und als Verteidiger der deutschen Sprache, wenn man an ohnehin nicht deklinierbare Begriffe weibliche Endungen anhängt. Ganz klar: Binnen-Is und Schrägstrich-Innen zerstören seit Jahren nicht nur Texte sondern auch Freundschaften. Zeit, dem Kampf ein Ende zu setzen. Zeit, für eine finale Abrechnung. Wie unnötig/innen ist das Gendern denn wirklich? Werfen … Unnötig/Innen? Vom Kampf ums Gendern. weiterlesen

Das Fleisch der Erde

Das Fleisch der Erde steht vor dir, du legst deine Hände auf die raue Haut und spürst durch deine Finger den Pulsschlag des Herzes. Du atmest das Kohlenstoffdioxid des Baumes ein und lebst, während das Fleisch deins zum Atmen braucht. Deine Hände berühren etwas Klebriges, Blut, das von der furchigen, ledrigen Haut heruntertropft, honigfarbene Tränen. Fasst dir schulbewusst an den Hals, an welchem versteinertes Blut im Spätabendsommerlicht funkelt. Denkst an den bis zur Perfektion geschliffenen Mahagoniesstisch in deinem Speisesaal, an deine gewaltige, weitumfassende Bibliothek mit über tausend Folianten, die seit über hundert Jahren dort ruhen und schweigend auf das faulende … Das Fleisch der Erde weiterlesen

 Theaterkater (Oder Kasperlkino?): Schillers Die Räuber

War gestern im Theater. Wenn man so will. Bin die Vollstheatertreppe auf und ab gestöckelt, hab im 2 Seiten dicken Programmheft geblättert, während Deutschlehrer über Deutschlehrer mich für ein entlaufenes Schaf seiner unfreiwillig anwesenden Herde hielt. Tatsächlich waren in den Möchtegern-barocken Hallen mehr Schulklassen anwesend, als ich unserer Republik je zu beherbergen zugetraut hätte.  Wundern sollen hätte es mich nicht: Friedrich Schillers Die Räuber gehört neben Faust I und Fifty Shades of Grey  zu den Büchern, deren Fängen selbst Literatur-Hasser und Anhänger der Ich-Lese-Niemals-Sekte nicht entkommen können.  Doch die Aufführung, die mit dem gestrigen Tage, dem 18. Oktober 2016, ihre Erstaufführung …  Theaterkater (Oder Kasperlkino?): Schillers Die Räuber weiterlesen

Schreibtipp #7- Der allerletzte Schliff- Das Bearbeiten von Texten

Jeder, der schon einmal einen Text jeglicher Art verfasst hat, kennt es: Man hat einen Text vor sich, der ziemlich fertig scheint, traut sich aber nicht, ihm den letzte Schliff zu geben. Er könnte ja noch schlechter werden… was, wenn der Inhalt dann nicht richtig rübergebracht wird … und und und. Deshalb hier einige Tipps, die helfen können, einen unvollständigen Text richtig zu bearbeiten.   Erstmals in aller Ruhe… am besten alleine, also nimm dir die Zeit, die du auch brauchst. Wenn du keine Deadline hast, dann lies den Text so oft wie möglich durch. Lösche nicht gleich alle unschönen … Schreibtipp #7- Der allerletzte Schliff- Das Bearbeiten von Texten weiterlesen

100 Buchstapler.

WOW. WIR SIND 100 BUCHSTAPLER AUF UNSEREM BLOG. Erstmal ein riesenriesenriesen großes DANKE. An jeden Einzelnen von euch da draußen, die uns folgt. Und an jede Person, die sich Zeit nimmt, sich unsere ganzen Beiträge durchzulesen. Ohne euch würden wir gerade nicht stehen, wo wir jetzt stehen und wir können euch einfach nur DANKE sagen. So ein kleines Wort und trotzdem eines der ausdrucksstärksten Wörter, die auf dieser Welt in den Mund genommen werden. Und man hört es viel zu selten. Dieses Danke geht an euch.   Wie vielleicht einige von euch bemerkt haben, sind wir seit Anfang August nur … 100 Buchstapler. weiterlesen

“Papa red‘ doch Deutsch“ – Vom Aufwachsen mit Dialekt.

In der Schule lobt man mein Hochdeutsch. Die harten Ts, die schönen eis und aus, beim Vorlesen. Das R, das ich nicht rollen, aber stimmhaft klingen lassen kann. Meine Aussprache ist ja schließlich ein Zeichen von Bildung; sie steht für ein Interesse an den höheren Formen der Kultur. Wenn ich dann zum Telefon greife, weil Oma aus Oberösterreich anruft, der Schock: Da kommen Laute aus meinem Mund, die man von mir bei Weitem nicht gewohnt ist; der berühmte „Oachkatzlschwoaf“ ist Nichts, im Vergleich zu den Worten, die ich benutze. In Niederösterreich gehören ich, und mein Vater, als dialektsprechender Universitätsprofessor, einer … “Papa red‘ doch Deutsch“ – Vom Aufwachsen mit Dialekt. weiterlesen