Textsorte: Hassposting.

Heutzutage ist es ja fast unmöglich, in den Tiefen unseres geliebten Inter-Netz‘ nicht irgendwann an der einen Sache hängen zu bleiben, die Menschen schon verband und bewegte, als Facebook und co. noch in den Kinderschuhen (und -büchern) steckten. Hasspostings. Sei es,  weil der junge Werther auch beim dritten-Mal-Lesen nicht aus seinen Fehlern lernt, weil irgendein Mensch irgendwo um ein Präsidentenamt kämpft, oder aufgrund der Trennung von Brad Pitt und Angelina – das Hassposting ist zweifellos eine Textsorte, der man in unserer Welt nicht mehr entgehen kann. Und diese Stellung hat es zweifellos verdient. Es ist nur noch eine Frage der … Textsorte: Hassposting. weiterlesen

Bücherhypes – Wenn Autorinnen zu Superstars werden

King’s Cross Bahnhof, London, England. Mein U-Bahnticket suchend bemerke ich eine lange, britisch-geordnete Schlange, davor einen Fotografen, davor einen in der Wand verschwindenden Gepäckwagen, davor das Schild „Platform 9 3/4“.  Schon fast zwanzig Jahre sind vergangen, seit J. K. Rowling zum ersten Mal ihren Harry Potter und Millionen von Lesern über diesen Bahnsteig in eine andere Welt geführt hat, und immer noch stellen sich an einem sommerlich-warmen Dienstagnachmittag unzählige Menschen über eine Dreiviertelstunde lang an, um ein Foto an dem legendären Ort schießen zu lassen und dafür fünfzehn Pfund zu bezahlen. Die Autorin und das sie umgebende Fandom (Kompositum: Fan … Bücherhypes – Wenn Autorinnen zu Superstars werden weiterlesen

Schwarz, Weiß, Kariert -Rezension „Die Schachnovelle“

Mit der Schulzeit haben auch Hausübungen, Tests und Portfolios angefangen, genauso wie die (gefürchteten) Klassenlektüren. Meine Klasse wurde aufgefordert, sich die „Schachnovelle“ von Stefan Zweig zu besorgen und diese dann zu Hause zu lesen. Ich muss zugeben, anfangs war ich nicht sonderlich begeistert, denn wie sollte ein Buch über Schach schon spannend verlaufen? Ich spielte zwar hin und wieder ein paar Partien, konnte mir jedoch nicht im Geringsten vorstellen, was daran so lesenswert sein sollte.   Der anfänglich Unmut über die hochgestochene Wortwahl, der auf viele von uns drückte, schlug schnell in ein „hey-so-schlecht-ist-dieses-Buch-gar-nicht“-Gefühl um und so lasen wir es … Schwarz, Weiß, Kariert -Rezension „Die Schachnovelle“ weiterlesen