Schreibtipp #4: Warum eigentlich zum Schriftsteller? -Die wichtigste Regel der Schreiber

Ja, gute Frage, warum zum Schreiber, wenn man doch einfach in einer mainstream-Firma 24/7 arbeiten und als Normal-Verdiener ein nettes Leben führen kann? Warum sich erst den Kopf zerbrechen, ob man überhaupt einen Verlag findet und warum dann damit kein Geld verdienen können, wo man so viel Zeit und Liebe in jedes Buch gesteckt hat? Es gibt tausende Autoren auf der Welt.  Man kann keine zweite JK Rowling oder kein zweiter Tolkien werden. Alle Fantasiereserven sind doch ausgeschöpft. Du bist nur eine/r von Millionen Menschen, die hoffen, mit Schreiben ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Also warum zum Schriftsteller, es hat … Schreibtipp #4: Warum eigentlich zum Schriftsteller? -Die wichtigste Regel der Schreiber weiterlesen

Theaterkater – Der Morgen danach: Becketts Endspiel

Wache auf. Neun Uhr dreißig. Für meine Verhältnisse spät. Stöhne, tappse im verkehrt herum angezogenen Pyjama durch die Küche, auf der Suche nach dem Wasserhahn. Dabei war ich gestern doch vorbildlich, habe nicht zu tief in die Flasche, nein, sondern nur zu lange auf die Bühne geblickt; leide heute nun an dem, was ich einen Theaterkater nenne. Statt Alkohol-bedingtem Kopfschmerz schmerzen mir die Finger vom Interpretationen-Googeln; statt mir übergibt sich mein Hirn – nicht, weil ich versuche, auszurechnen, beim wievielten Glas ich gestern eigentlich hätte aufhören sollen, sondern weil es nicht aufhört, zu denken, zu reden, schreiben zu wollen über … Theaterkater – Der Morgen danach: Becketts Endspiel weiterlesen

Y- Creative writing by Sophie

“Why does life scare you?“, people ask her. “Why does life scare you?“, a person asks her. “Why does life scare you?“, her life asks her. “No idea”, she answers. How can’t she be scared of life? The sky above her, so dark and danger-ous. Not the beautiful dark blue of “A starry night”, laced with the bright glow of yellow stars, no, pitch black with white spots like a disease. How can’t she be scared when this above her could be water without a bottom to end and she could be dangling upside down and surely, her feet would suddenly … Y- Creative writing by Sophie weiterlesen

Zwischen Eierschwammerln und guter Bergluft

Ich sitze mittwochmittags auf dem gemütlichen Sofa unserer kleinen Berghütte, mitten im Nirgendwo in Oberkärnten, in welcher meine Familie eine Woche lang haust und schreibe selig meine Geschichte, als von draußen ein Ruf ertönt. Wenige Minuten später taucht das Gesicht des Besitzers der Hütte am Fenster auf und fordert meine Schwestern und mich zum Pilze sammeln auf. Meine flehenden Blicke werden von meiner Familie demonstrativ ignoriert, sodass  ich dazu verdammt bin, mit zu trotten. Nicht einmal fünf Minuten später wird uns erklärt, wie man richtig Eierschwammerl klaubt. Der anfangs überkommende Unmut über die eiergelben Pilze schlägt in die „Ist-ja-auch-egal-ich-muss-so-oder-so“-Einstellung um … Zwischen Eierschwammerln und guter Bergluft weiterlesen

Schreibtipp #3: Am besten, am größten, am schönsten – der Mut zum Superlativ.

Übertreibungen sind böse. Ein Grundsatz, den wir, als alltägliche Geschichtenerzähler und vom-Leben-Berichter von Anfang an gelernt haben. „Anzugeben“ ist nicht gut. Bescheideheit schickt sich. Ein Grundsatz, der auch die zeitgenössische Literatur beeinflusst, was mir besonders in Bezug auf die moderne Jugendbuchszene auffällt. Es ist ja fast unmöglich geworden, den Klappentext eines Unterhaltungsromans zu lesen ohne auf ein „Max Mustermann ist ein ganz normaler Junge“, oder „eigentlich gab es nichts Besonderes an Beate Beispiel“ zu stoßen, darüber zu stolpern. Wieso wir stolpern? Weil danach in jedem Fall ein „aber“ steht, eine Ergänzung, ein Teil-Stück einer Information, die aus Max und Beate zwei … Schreibtipp #3: Am besten, am größten, am schönsten – der Mut zum Superlativ. weiterlesen