Hüttentagebuch #3: Achtung: Alkohol-Alarm!

Ereignis des Tages: Sophie macht zum ersten Mal alleine Käseknöpfle und probiert Schnaps! Sie fand ihn grauenvoll.

 

Wetter ist neblig und kalt, deswegen: Sauna, lesen und schlafen!

17:00: Auch Sophie will sich hinlegen.

17:05: Anne und Renate beginnen „Wüds Wossa“ von den Seern zu singen, Britta versucht zu filmen. Es scheint nicht so recht zu funktionieren.

Alkoholstand seit Ankunft: 7 Flaschen Sekt, 2 Flaschen Schnaps, ein paar Bier

Alkoholstand heute: 3 Flaschen Sekt (in progress), fast eine Flasche Schnaps

Sophie versucht es zu ignorieren indem sie liest.

18:20: Sie hören auf „Wüds Wossa“ zu singen, anscheinend haben sie ein akzeptables Video gefunden. Sophie atmet auf.

18:21: Ein anderes Lied wird von Renate angespielt! Anscheinend war eineinhalb Stunden das selbe Lied spielen nur zum Aufwärmen gedacht. Sophies Gedanken: „Legt sich einer der Schon-Erwachsenen hin, muss es mucksmäusschenstill sein, vor allem, wenn es um Kinder geht. Haben sie doch schlaflose Nächte wegen uns verbracht, das sei schon zu verlangen! Wenn sich jedoch der noch-nicht-Erwachsene hinlegt, weil es in der Früh von dem Stetigen auf-und-abgehen der knarzenden Treppe und dem Auf-und-abgehen der noch-lauter-knarzenden Klappe aufgeweckt wurde, beschließen natürlich die schon-Erwachsenen eine stundenlange Singsession samt Gitarre einzulegen. Grandios, das mach ich das nächste Mal auch!

18:23: Sophie steht leicht genervt auf. Sie hat weder Leben bei Bubble Witch, noch bei Candy Crush und ohne Internet funktioniert sonst nichts. Wenn unten schon Spaß gehabt wird, kann sie ja wohl daran teilhaben.

19:20: Neue Lieder werden schon gesucht. Trinksprüche werden als Interlude gesungen. Die Top Drei:

Prost prost, Kamerad, prost prost, Kamerad, prost prost, prost prost, prost prost! Wir wollen einen heben, prost, prost prooost!

Von der Mitte zur T*tte zum Sack, zack zack!

An Meter fire (nach vorne), an Meter zruck (zurück), an Meter owe (nach unten), an Meter ufe (hinauf), jetzt suf i (sauf ich)! (Vorarlberger Version)

Angefeuert von dieser hohen Poesie geht das Lied „Schifoan“ von Wolfgang Ambros jetzt so:

Am Freitag montier‘ i (montiere ich)

De Sektglasln in an Korb und begib mi (Die Sektgläser in einen Korb und begebe mich)

Zur Nochbahüttn (Nachbarshütte) (kurzes Überlegen, da niemandem genug für die volle Strophe einfällt:)

Und übergib mi! (übergebe mich)

Wei i wü saufn/singa  (Weil ich will saufen/singen) (man war sich nicht ganz einig), wowowowow, saufn/singa

Wei saufn/singa is des leiwaunsde, wos ma si nur vurstön kau (Weil saufen/singen ist das coolste/beste/größte, das man sich nur vorstellen kann)

und waun da Sekt schnappt (und wenn der Sekt schnappt)

und die Kehle staubt

daun hob i ollas Glück in mir vereint (dann habe ich alles Glück in mir vereint)

i sitz in da Hüttn und schau owe ins Tal (ich sitze in der Hütte und schau hinunter ins Tal)

A jeder is glücklich, a jeder fühlt si wohl! (Jeder ist glücklich, jeder fühlt sich wohl)

(Öftere Wiederholung von saufn/singa)

 

21:00: Man befand, dass genug geübt wurde und begab sich endlich in die Nachbarhütte, wo etwas gelangweilte Stimmung herrschte. Es wird gesungen, gelacht, getrunken. Für Sophie als Abwechslung zum Wasser: alkoholfreien Sekt.

22:00: Nachdem reichlich gesungen wurde und Sophie kaltes Schnitzel und Süßigkeiten serviert bekam begibt sie sich wieder zurück in die Hütte.

22:15: Die Party geht ab in der Nachbarhütte, CDs werden aufgelegt, Renate und weitere tanzen auf der Bank. Da sie sich immer auf der Decke abstützen haben sie am nächsten Tag Schiefer in der Fingerspitzen. Jetzt merken sie es noch nicht.

24:10: Anne kehrt zur Hütte zurück. Sophie schläft schon.

24:45: Britta und Renate schmeißen sich auch in die Federn. Ruhe kehrt ins Hüttenleben ein.

 

Beste Buchstapler, man erkennt wohl, dass dieser Eintrag Stichwortartig verfasst wurde. Ich hoffe ihr seid durch den Dialekt nicht zu sehr verwirrt, ich habe mich bemüht, ihn zu übersetzen. Der Gewinner des gestrigen Rätsels ist phoenixoftheashes.wordpress.com! Die Antwort ist das Murmeltier.

Schaut morgen für den letzten Beitrag vorbei, ich würde mich übrigens freuen, wenn ihr Trinksprüche aller Art in den Kommentaren hinterlassen würdet.

Eure Sophie

 

 

 

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